Chronik der FF Philippsreut
Die Jahre 1875 bis 1934
Laut Verzeichnis über das Feuerlöschwesen der Gemeinde Kleinphilippsreut vom 05. Januar 1875 stand nachfolgend genanntes Material und Personal zur Verfügung:
| Steiger | Spritzenmänner | Ordnungsmänner |
| 1.Georg Stadler | 1.JohannSchuster | Franz Ilg |
| 2.Josef Springer | 2.JakobBinder | J. Schraml sen |
| 3.Jakob Bauer | 3.JohannBinder | J. Schraml jun. |
| 4.Michael Damasko | 4.Georg Hoffmann | Georg Schuster |
| 5.Johann Sammer | ||
| 6.Hans Sammer | ||
| 7.Georg Sammer |
Feuerreiter: Josef Kellermann, Wirt von hier
Kommandant der Pflichtfeuerwehr: Bürgermeister Michael Stumvoll
| Bezeichnung der Löschgeräte | ||
| 1 Handspritze und zwei Feuerhaken, ferner 18 Feuereimer, die größeren Wassergeschirre sämtlicher Hausbesitzer sowie die große Leiter vom Zollamtsgebäude und die Leitern der übrigen Dorfbewohner stehen im Notfall zur Disposition. | ||
| Als Aufbewahrungslokal für die Löschgeräte diente das Zollamtsgebäude. Der Zollamtsdiener Georg Betz war Schlüsselführer. | ||
| 01.07.1878 | ||
| Lehrer Niedermayer und Bürgermeister Schrottenbaum aus Vorderfirmiansreut rufen Gemeindebürger zusammen und legen den Grundstein für die Feuerwehr mit 34 Mietglieder. | ||
| Nach den Unterlagen des Landratsamtes Freyung-Grafenau (Dienstbuch für Kreisfeuerwehrverband Wolfstein) wurde die Freiwillige Feuerwehr Philippsreut am 16. Juni 1879 gegründet. | ||
| Die Feuerwehr Philippsreut geht wie auch bei Ihrem 75-jährigen Jubiläum am 14. Juni 1953 sowie ihrem 100-jährigen Jubiläum vom 14.-16. Juli 1978 vom Gründungsdatum 01. Juli 1878 aus. | ||
| Zur Zeit der Gründung war Leopold Stadler, Häusler in Mitterfirmiansreut Vorstand und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Philippsreut. | ||
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Die Mannschaft bestand aus 14 Steigern, 15 Spritzenmännern, 21 Ordnungsmännern, 10 Chargen und 13 Mann aus der Pflichtfeuerwehr. Als Ausrüstungsgegenständen standen 1 Saug- und Druckspritze auf Rädern, 1 kleine Tragspritze und 36 m Druckschläuche aus Hanfgewebe zur Verfügung. |
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Am 21. Juni 1886 beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr Philippsreut an der Fahnenweihe der Feuerwehr Freyung |
Plan zum Erbauen eines Feuerlösch-Requisitenhauses für die Gemeinde Kleinphilippsreut |
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| Im Jahre 1887 kauften Bürgermeister Binder und Kommandant Stadler eine Saug- und Druckspritze, die bis 1952 im Einsatz war. Der Kaufpreis sollte durch einen bis zum 31. Dezember 1892 befristeten Bieraufschlag aufgebracht werden. Er reichte aber nicht aus, da die Restschuld im Juni 1891 noch 480,- Mark betrug. Zur Schuldentilgung wurden Regierungs- und Distriktszuschüsse gewährt. | ||
| Trotz der misslichen Finanzlage verlangte das Bezirksamt zur gleichen Zeit den Bau eines Gerätehauses. Es wurde nach dem Plan von Maurermeister Heinrich Hoertrich aus Freyung von dem Zimmermann Josef Schrottenbaum von Kleinphilippsreut um 358,- Mark an der Staatsstraße nach Böhmen, schräg gegenüber dem heutigen Forsthaus errichtet. Der Distrikt hatte dafür ein zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt, das in jährlichen Raten von 50,- Mark zurückbezahlt werden musste. Die Gemeinde berichtete am 23. August 1892 dem Bezirksamt die Fertigstellung des Baues. | ||
Verzeichnis der Feuerwehr Kleinphilippsreut vom 09. Oktober 1898 |
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1 zweiräderige Löschmaschine beschafft am 01.Mai 1876 für 300 Mark |
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| 2 Steigleitern beschafft am 10. Mai 1879 für 14 Mark | ||
| 2 Hanfschläuche 30m beschafft am 26. Mai 1879 für 48 Mark | ||
| 1 Leiter beschafft am 12. Juni 1887 für 66 Mark | ||
| 1 Karren zur Beförderung beschafft am 06.August 1893 für 20 Mark | ||
| 1 Saug-u. Druckspritze beschafft am 20.September 1887 für 1000 Mark | ||
| 31 Feuerwehrblusen beschafft am 27.Juli 1896 für 300 Mark | ||
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Für das Jahr 1900 ist Jakob Binder, Häusler in Kleinphilippsreut als Vorstand bekannt . Kommandant war Hermann Weichselsdorfer, Häusler in Kleinphilippsreut. |
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In den 20er Jahren bildeten Johann Blöchl (Vorstand) und Johann Denk (Kommandant von 1914-1949) und in den 30er Jahren Herr Damasko (Vorstand) die Spitze der Wehr. |
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Die Ausrüstung bestand laut Dienstbuch im Jahr 1918 aus: |
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| 1 Anstelleiter, 2 Hakenleitern, 1 Waagenspritze, 4 m gummierte Druckschläuche und 125 m nichtgummierte Druckschläuche | ||
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| Bei Inspektionen durch den Bezirksfeuerwehrmeister Hertl Ludwig, die am 28.08.1921 und 12.09.1925 durchgeführt wurden, erhielt die Freiwillige Feuerwehr Philippsreut stets eine gute Beurteilung. (Bewertet wurde: Feuerwehrhaus, Bücher und Akten, Dienstkleidung, Mannschaftsausrüstung, Wasserversorgung, Geräte, Schlauchmaterial, Fußexerzieren, Schulübung an den Geräten, Angriffsübung, Vorbeimarsch) | ||
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Den Lehrgang am Bezirksfeuerwehrführerkurs vom 08.-10. März 1928 besuchte der Kommandant Johann Denk. |
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Auszeichnungen für 25 Jahre Dienstzeit erhielten: |
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| 1927 |
- Josef Ilg, Häusler in Kleinphilippsreut |
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-Zugführer- |
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- Johann Schuster, Häusler in Kleinphilippsreut |
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-Spritzenmann- |
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| 1928 |
- Johann Denk, Häusler in Kleinphilippsreut |
| - Johann Damasko, Häusler in Kleinphilippsreut | |
Bekannte Einsätze bis 1934:
| 20. September 1890, 08 Uhr abends |
Brand der Säge und Werkstatt von Alexander Kufner in Schwarzenthal / mit Kommandant Leopold Stadler |
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| 09. September 1911 | Großbrand in Grainet | |
| 14. Februar 1913 |
Barbara Hany, Ursprungau, Gemeinde Kleinphilippsreut / Wohnhaus mit Stall und Stadl total abgebrannt mit Feuerwehren Kleinphilippsreut, Mitterfirmiansreut und Landstraßen/Böhmen |
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| 05. September 1924 |
Brand in Marchhäuser bei Franz Neuburger / Wohnhaus, Stadl und Stall |
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| 10. Dezember 1925 um Mitternacht |
Brand in Bischofsreut Anton Altmann, Haus Nr. 15 / Wohnhaus total niedergebrannt |
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| 14. Juni 1932, 2-3 Uhr morgens |
Kricklsäge, Franz Reif -Wohnhaus / Kommandant zu dieser Zeit war Johann Denk |
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(einige Überreste dieser Säge sind auch heute noch vorhanden) |
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| 01. Juni 1934, ½ 10 Uhr mittags | Brauerei J.N. Lang in Kleinphilippsreut, Pächter: Joh. Holland / Dachbrand im Wohnhaus (teilweise mit Schindeln gedeckt) | |
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